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19.11.2013

Fehler vermeiden

Um zu perfekten Lackierergebnissen zu kommen und Probleme zu vermeiden, gilt es einige Punkte zu beachten. Mazin Mashalla gibt Tipps zu vier Anwendungsfehlern.

1. Halten Sie das vorgeschriebene Mischungsverhältnis exakt ein
Beim Anmischen von Lacken muss darauf geachtet werden, dass alle Vorgaben des Lackherstellers genaustens eingehalten werden. Dazu zählt insbesondere die exakte Einhaltung des Mischungsverhältnisses der Lackkomponenten. Ein häufiger Fehler in der Praxis: Anstatt Lacke sorgfältig auszuwiegen oder die Volumenskala des Mischbechers zu verwenden, werden bei konisch zulaufenden Bechern Messstäbe eingesetzt. Dies führt zu folgenden Problemen: Bei Wasserbasislacken wird ein zu hoher Anteil an wässriger Lösung zugemischt. Die Folge ist eine zu geringe ViskositätDie Materialviskosität gibt die Zeit in Sekunden an, die das Material braucht, um aus einem genormten Gefäß vollständig abzulaufen. Zur Berechnung gibt es  verschiedene Verfahren.SATA Angaben beziehen sich ausnahmslos auf die Messung mit dem DIN 4 Becher - Umrechnungstabellen zu DuPont Parlin, Fisher, Ford, Zahn oder Sears Craftsman Cup finden Sie direkt hier im Lexikon.X» des Lackes, was wiederum zu Farbtondifferenzen und zu einer schlechten Deckkraft führen kann. Bei 2K-Decklacken wird ein zu hoher Anteil an Härter zugemischt. Folge: Eine Übervernetzung des Lackes findet statt, was den Glanzgrad reduzieren kann. Sowohl bei Wasserbasis- als auch bei 2K-Decklacken ist es möglich, dass das falsche Mischungsverhältnis Ursache für die Bildung von Läufern und Kantenflut ist. Tipp: Verwenden Sie Ihre Messstäbe nur bei zylindrischen Bechern. Bei den meist verwendeten konischen Bechern ist es besser, die Skalen zu nutzen, die auf den Mischbechern aufgedruckt sind. Auf den SATA RPSRPS = Rapid Preparation System - Einwegbechersystem für die effektive Verarbeitung von Lack. Das System eignet sich zum Mischen, Lackieren, Nachfüllen und Lagern - und muss nach Gebrauch nicht gereinigt werden.Das SATA RPS ist in den Größen 0,3 l, 0,6 l und 0,9 l verfügbar und passt direkt ohne störende Adapter auf folgende Pistolentypen:
SATAjet 4000 BSATAjet 3000 BSATAjet 1000 BSATAjet 100 BSATAjet 2000 HVLP (2. Gen.)SATAjet RPSATAminijet 3000 B (mit SATA RPS 0,3 l "minijet")

Für SATA Lackierpistolen ohne QCC verwenden Sie bitte den RPS Adapter.X»
Einwegbechern befinden sich alle gängigen Mischungsverhältnisse. Mit diesen können Sie Ihren Lack zeitsparend und vor allem exakt nach den Herstellervorgaben anmischen.

2. Reinigen Sie die zu lackierenden Oberflächen sowohl mit
einem wässrigen als auch mit einem lösemittelhaltigen Reiniger

Einen wirklich sauberen Untergrund für Ihre Lackierung erhalten Sie nur, wenn Sie beide Reiniger anwenden: Der wässrige Reiniger dient zum Entfernen von z.B. Handschweiß- oder Kalkrückständen vom Nassschliff. Der lösemittelhaltige Reiniger (sog. Silikonentferner) beseitigt dagegen Verunreinigungen durch Fette oder SilikonKunststoffe, denen ein Silizium-Sauerstoff-Gerüst zugrunde liegt.Silicone und siliconhaltige Stoffe werden technisch und chemisch vielfältig eingesetzt. Neben industriellen Anwendungen interessieren für das Bautenanstrichmittelgebiet wässrige Dispersionen von Silikonharzen (Silicon-Emulsionen) zur  Hydrophobierung von Mauerwerk.Siliconhaltige Stoffe verändern die Oberflächenspannung. Bereits sehr kleine Silikonpartikel führen zu erheblichen Lackstörungen (Silikonkrater). Silikonhaltige Stoffe (z.B. Handschuhe, Öle etc.) dürfen deshalb niemals in Lackierbereichen eingesetzt werden.X». Durch Rückstände, die vor der Lackierung nicht entfernt werden, können noch Monate später Lackstörungen sichtbar werden. Diese müssen dann später durch eine komplette Neulackierung (Neuaufbau der Lackschichten) beseitigt werden.

3. Verwenden Sie nur technisch reine Druckluft
Zum Applizieren der verschiedenen Materialien sollten Sie stets technisch reine Druckluft verwenden – das gilt nicht nur für die Decklacke, sondern auch für die Vormaterialien, wie Grundierungen und Füller. Der Standardfilter für Lackierkabinen ist der dreistufige SATA filter 484. Er sondert Partikel mit einem Durchmesser größer 0,01μm ab und hält selbst Öldämpfe zurück. Voraussetzung für die optimale Wirksamkeit ist selbstverständlich ein regelmäßiger Wechsel der Feinfilterpatronen (halbjährlich) und Aktivkohlefilterpatronen (vierteljährlich). Gleiches gilt übrigens für den SATA filter 103, der häufig im Vorbereitungsbereich eingesetzt wird.

4. Achten Sie auf den richtigen Druck der Spritzluft
Ein weiterer wichtiger Punkt zur Vermeidung von Farbtondifferenzen ist der korrekt eingestellte Eingangsfließdruck an der Lackierpistole. Unbedingt zu beachten sind auch hier die Vorgaben des Lackherstellers. Dabei reicht es nicht, den an der Filtereinheit angezeigten Druck abzulesen, da dieser durch den Schlauch bis zur Lackierpistole noch reduziert wird. Zur exakten Messung empfehle ich daher digitale Einrichtungen unmittelbar an der Lackierpistole. SATA bietet hierfür verschiedene Lösungen an: Bei den sogenannten Digitalpistolen ist die Druckmesseinheit im Griff integriert; die Einstellung erfolgt über das Luftmikrometer an der Pistole. Mit dem SATA adam 2Die zweite Generation des Additional Digital Air Micrometer - SATA adam 2.X» bzw. SATA adam 2Die zweite Generation des Additional Digital Air Micrometer - SATA adam 2.X» mini lassen sich alle aktuellen SATA-Lackierpistolen nachrüsten. Aufgrund der geringen Maße bleiben die Pistolen kompakt und leicht. Pistolen anderer Hersteller lassen sich mit dem SATA adam 2Die zweite Generation des Additional Digital Air Micrometer - SATA adam 2.X» U nachrüsten. Zu beachten ist dann, dass der Druck am SATA adam 2Die zweite Generation des Additional Digital Air Micrometer - SATA adam 2.X» U eingestellt wird und dabei der Luftmikrometer der Lackierpistole voll geöffnet bleibt.