Praxis-Tipps

Praxis-Tipps

Praxis-Tipps

Praktische Tipps rund um Lackiertechnik und SATA-Produkte.

Inbetriebnahme

Welches Düsensystem ist für mich am besten geeignet?

Je nach Einsatzgebiet und zu verarbeitendem Material wird eine Empfehlung durch den Lackhersteller (Materialhersteller) angegeben. Diese sind in dem technischen Datenblatt zu finden.

Oft werden ein Düsenspektrum sowie Lackiertechnologien (z.B. HVLP oder optimierter Hochdruck) genannt, die zur Auswahl stehen.

In unseren Lackdatenblättern im Downloadbereich finden sich eine Vielzahl von Materialherstellern mit der jeweiligen Empfehlung.

Wie stelle ich meine Lackierpistole vor dem Lackieren ein?

SATA Lackierpistolen werden so ausgeliefert, dass sie sofort eingesetzt werden können.

Der empfohlene Eingangsfließdruck für das eingesetzte Material ist im technischen Datenblatt des Lackherstellers (Materialherstellers) zu finden.
Je nach Bedarf kann an der Lackierpistole der Eingangsfließdruck, die Strahlform sowie die Materialmenge eingestellt werden. Die Einstellungen sollten in folgender Reihenfolge erfolgen:

  1. Einstellung der Strahlform über die Rund-/ und Breitstrahlregulierung
  2. Einstellung der Materialmenge über die Materialmengenregulierung
  3. Einstellung des Eingangsfließdruckes über das Luftmikrometer

Welcher Spritzabstand ist beim Lackieren ideal?

Bei HVLP Lackierpistolen sollte der Spritzabstand ca. 10-15 cm betragen, bei RP Lackierpistolen 17-21 cm. Je nach Applikationsgeschwindigkeit, Düsengröße und eingesetztem Material kann dieser daher variieren.

Reinigung, Wartung und Pflege

Welches Reinigungsmittel ist für meine Lackierpistole geeignet?

Für jedes eingesetzte (Lack-)Material, empfiehlt der Lackhersteller ein bestimmtes Reinigungsmedium, damit sich dieses auch auflösen lässt und keine ungewollte Reaktion (z.B. Flocken) auslöst.

Wichtig für den Einsatz in Kombination mit Lackierpistolen sind folgende Dinge zu beachten:

  1. Wässrige Reinigungsmittel sollten einen pH-Wert von 6-8 aufweisen
  2. Es dürfen keine Säuren oder Laugen zum Reinigen eingesetzt werden
  3. Lackierpistolen oder Düsensätze sollten niemals in Reinigungsmedien „eingelegt“ werden
  4. Nach der Reinigung sollte die Lackierpistole immer getrocknet werden (z.B. mit einer Ausblasepistole).

Warum bekomme ich bei SATA keine Düsen-Einzelteile sondern nur einen Düsensatz?

Je nach Einsatzdauer und -häufigkeit, den eingesetzten Materialien und der Pflege des Düsensatzes, tritt in kleinen Schritten ein Verschleiß ein, der mit dem bloßen Auge nicht sichtbar ist. Welches der Bauteile davon am meisten betroffen ist, kann man mit bloßem Auge nicht erkennen.

Ein Wechsel von nur einem der Düsenelemente macht daher keinen Sinn und würde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erneut zu einem schlechten Strahlbild führen. Längerfristig bedeutet das, dass sich Farbdüse, Farbnadel und Luftdüse ständig in unterschiedlichen Verschleißzuständen befinden und ein anstehender Wechsel nicht erkannt werden würde. Ein Strahlbild wie im Auslieferungszustand könnte somit nicht mehr erreicht werden.

Welche Auswirkung hat ein verschlissener Düsensatz auf das Lackierergebnis?

Bei einem verschlissenen Düsensatz stimmt das Verhältnis der austretenden Materialmenge mit der Zerstäuberluft nicht mehr überein. Das bedeutet, dass die vorgesehene Luftmenge den erhöhten Materialaustritt nicht mehr ausreichend zerstäubt und zu einem schlechten Strahlbild und einem schlechten Lackierergebnis führt.

Folgende Fehlerbilder könnten auftreten:

  • Wolkenbildung im Basislack (bei Metallic- und Perlmuttfarbtönen)
  • Orangenhaut (Klarlack)
  • Farbton dunkler (bei Metallic- und Perlmuttfarbtönen)

Was muss ich bei der Demontage und Montage des Düsensatzes beachten?

Der Verschleiß des Düsensatzes findet hauptsächlich an den materialführenden Teilen – nämlich der Farbdüse und Farbnadel statt.
Durch den Materialfluss „reibt“ sich das Material im Farbkanal an die Farbdüse und -nadel und erzeugt einen Verschleiß. Je nach Art und Zusammensetzung des Materials und der Einsatzdauer variiert die Abnutzung der Düsenteile. Beim Reinigen der Lackierpistole und der damit verbundenen Demontage des Düsensatzes sollte darauf geachtet werden, dass beim Herausdrehen der Farbdüse, die Nadel nicht montiert ist, da die Farbdüse durch die Drehbewegung an der Farbnadel reibt und somit einen künstlichen Verschleiß erzeugt.

Grundsätzlich gilt bei der Demontage:

  1. Farbnadel entfernen
  2. Luftdüse entfernen
  3. Farbdüse entfernen

Grundsätzlich gilt bei der Montage:

  1. Farbdüse montieren
  2. Luftdüse montieren
  3. Farbnadel montieren

Drucklufttechnik / Druckluftaufbereitung

Was muss ich beim Kauf eines Lackierluftschlauches beachten?

Ein Lackierluftschlauch ist der flexible Arm des Druckluftsystems und ist für eine perfekte Lackierung sehr wichtig. Dieser sollte antistatisch (DIN EN 1953), frei von lackstörenden Substanzen, lösemittelbeständig, flexibel und druckfest sein sowie einen ausreichenden Innendurchmesser aufweisen.

„Billige“ Luftschläuche für den Hausgebrauch (z.B. Gartenschlauch) sind aufgrund der fehlenden antistatischen Eigenschaft und den enthaltenen Trennmitteln für den professionellen Einsatz in einer Lackierwerkstatt ungeeignet .

Wie oft muss ich den Luftschlauch in der Lackierkabine austauschen?

Lackierluftschläuche in der Werkstatt sind zum Teil hohen Temperaturschwankungen, Lösemittel oder Druckbelastungen (Fahrzeug fährt über den Luftschlauch) ausgesetzt.

Bei täglichem Gebrauch sollte der Lackierluftschlauch daher mindestens einmal pro Jahr ersetzt werden.

Welchen SATA Filter brauche ich, wenn ich wasserbasierte Lacksysteme verarbeite?

Bei der Verarbeitung von wasserbasierten Lacksystemen ist eine technisch absolut reine Druckluft und daher der Einsatz eines dreistufigen Filters (wie z.B. SATA filter 484 / SATA filter 584) mit integriertem Aktivkohlefilter erforderlich.