Fehler in der Drucklufterzeugung

  • Zu kleiner Kompressor

    • Die Druckluft reicht nicht aus, der Spritzdruck fällt ab.
    • Durch den Dauerbetrieb des Kompressors wird die Druckluft stark erwärmt, so dass Öl- und Kondenswasseranteil steigt.
    • Durch Dauerlauf bei hohen Temperaturen verkürzt sich die Lebensdauer des Kompressors

  • Zu alter Kompressor
    • Der Kompressor hat einen zu geringen Wirkungsgrad und arbeitet dadurch unwirtschaftlich.
    • Der Kompressor verbraucht viel Öl, das zusammen mit einem hohen Abrieb in das Druckluftnetz gelangen kann.
    • Die Druckluftansaugung erfolgt aus einem Feucht- oder Staubbereich.
  • Hoher Kondensatanfall
    • Hoher Kondensatanteil in der Druckluft verkürzt die Lebensdauer der Druckluftfilter.
    • Folgen bei fehlender oder ungenügender Filtrierung:
      - Verkürzung der Druckluftgerätelebensdauer.
      - Lackierergebnis mit Staubeinschlüssen und Wasserblasen.

Mehr Infos zum Beheben von Mängeln bei der Druckluftversorgung finden Sie im Druckluftratgeber.

 

Fehler in der Druckluftleitung und in der Filterinstallation

  • Zu kleiner Ausgleichsbehälter

    • Der Druck bricht beim Zuschalten von weiteren Verbrauchern zusammen.

    • Die Druckluft ist zu heiß, wodurch der Kondensatausfall so hoch ansteigt, dass die Abscheidung in den Öl-/ Wasserabscheidern nicht mehr gewährleistet ist.

  • Fehlender oder ungenügender Kondensatablass am Ausgleichsbehälter des Abscheiders

    • Das abgeschiedene Kondensat wird als "Wasser" in die Druckluftleitung geschleppt und führt dort zu Ablagerungen und Korrosion.
    • Die Öl-/ Wasserabscheider können durch die Bildung von Wasserlaachen überlastet werden; das Kondensat schlägt dann bis in das Druckluftnetz durch.
    •  Durch zu große Schmutzmengen aus der Druckluftleitung kann die Funktion von automatischen Kondensatablassen, Ventilen u.ä. beeinträchtigt werden.

  • Druckluftleitung ist im Verhältnis Querschnittbezeichnet den Innendurchmesser von Leitungen oder Schläuchen. Je länger die Leitung desto größer ist der Querschnitt zu wählen um einen Druckverlust zu minimieren und ein ausreichendes Luftvolumen sicherzustellen.X» zu Länge zu gering

    • Druckverlust führt zu einer hohen Energieverschwendung.
    • Bei Abnahme von Druckluft bricht der Druck zusammen, was zu einem unbefriedigenden Lackierergebnis führen kann.

  • Druckluftleitungen ohne "Gefälle, Schwanenhals" (siehe Bild) und/ oder Kondensatablass am Ende der Druckleitung eingebaut
    • Das Kondensat wird in die Abnahmeleitungen geschleppt.
    • Das Kondensat bleibt in den Leitungen stehen und führt zu Ablagerungen und Korrosion.
  • Ungenügende Filtrierung und Abscheidung
    • Das Kondensat und die nicht herausgefilterten Partikel verkürzen die Lebensdauer von Druckluftgeräten und führen zu Staubeinschlüssen und Wasserblasen in der Lackierung.

Mehr Infos zur Behebung von Mängeln in der Druckluftversorgung finden Sie im Druckluftratgeber.


  
     
Fehler beim Einstellen der Lackierpistole

  • Unpassender oder beschädigter Düsensatz

    • Um ein optimales Lackierergebnis zu erzielen, muss die Wahl des Düsensatzes vom Spritzmaterial (ViskositätDie Materialviskosität gibt die Zeit in Sekunden an, die das Material braucht, um aus einem genormten Gefäß vollständig abzulaufen. Zur Berechnung gibt es  verschiedene Verfahren.SATA Angaben beziehen sich ausnahmslos auf die Messung mit dem DIN 4 Becher - Umrechnungstabellen zu DuPont Parlin, Fisher, Ford, Zahn oder Sears Craftsman Cup finden Sie direkt hier im Lexikon.X» etc.) abhängig gemacht werden.
    • Verstopfte oder beschädigte Bohrungen in der Luftdüse führen zu ungünstigen Spritzbildern.

  • Ein ungleichmäßiges Spritzbild führt zu einem ungenügenden Lackierergebnis mit "Läufern" etc.

    • Der Spritzdruck zu hoch oder zu gering.
    • Der Düsensatz wurde vom Hersteller nicht justiert (bei SATA wird jeder Düsensatz justiert - bei Komplettpistolen wie bei Ersatzteilen).

  • Spritzstrahl mit zu hohem Spritznebelanteil

    • Das Material wird zu "trocken" mit schlechtem Verlauf appliziert.
    • Mangelhafte Zerstäubung bei zu geringem Druck mit starker Orangenhaut-Bildung.
    • ! Den Spritzdruck immer bei abgezogener Pistole auf den optimalen Wert einstellen !

  • Spritzviskosität falsch eingestellt

    • Ungenügende Zerstäubung bei zu hoher ViskositätDie Materialviskosität gibt die Zeit in Sekunden an, die das Material braucht, um aus einem genormten Gefäß vollständig abzulaufen. Zur Berechnung gibt es  verschiedene Verfahren.SATA Angaben beziehen sich ausnahmslos auf die Messung mit dem DIN 4 Becher - Umrechnungstabellen zu DuPont Parlin, Fisher, Ford, Zahn oder Sears Craftsman Cup finden Sie direkt hier im Lexikon.X».
    • Läuferbildung bei zu geringer ViskositätDie Materialviskosität gibt die Zeit in Sekunden an, die das Material braucht, um aus einem genormten Gefäß vollständig abzulaufen. Zur Berechnung gibt es  verschiedene Verfahren.SATA Angaben beziehen sich ausnahmslos auf die Messung mit dem DIN 4 Becher - Umrechnungstabellen zu DuPont Parlin, Fisher, Ford, Zahn oder Sears Craftsman Cup finden Sie direkt hier im Lexikon.X».

  • Spritzabstand nicht optimal

    • Zu hoher Materialauftrag bei zu geringem Spritzabstand führt zu "Läufern".
    •  Zu hoher Farbnebelrückschlag bei zu geringem Spritzabstand.
    • Strahlzerfall bzw. kein deckendes Spritzbild bei zu großem Spritzabstand.
    • Gefahr der Wolkenbildung bei Metallic-Lacken und einem zu großem Spritzabstand.

  • Druckluftmikrometer an der Pistole nicht richtig eingestellt

    • Trotz richtig eingestelltem Spritzdruck am Druckluftregler stimmt der Spritzdruck in der Luftdüse nicht! Damit sind Farbtonabweichungen vorprogrammiert. -> Beim "normalen" Arbeiten den Druckluftmikrometer immer voll geöffnet lassen.

  • Rund-/Breitstrahlregulierung nicht richtig eingestellt

    • Die Strahlbreite ist zu groß oder zu klein für ein optimales Arbeitstempo.

  • Materialmengenregulierschraube eingedreht

    • Der Materialdurchfluß für ein optimales Lackierergebnis ist möglicherweise zu gering.